Sektion: Spielberichte des Netzklopper e.V.
     
  .: Bericht Spieltag 10 - Kreisliga A Herren 05/06  
 

Spieltagsbericht 18.02.06

Netzklopper - SC Baume - SCC / Marzahn IV

Wenn draußen die Sonne scheint, Samstagnachmittags andere gemütlich ihren Kaffee schlürfen und die Beine hochlegen, wirbeln Spieler durch Hallen. Sie hechten, sie schmettern, blocken, brüllen sich die Seele aus dem Leib, reagieren manchmal über und haben am Ende doch alle ihre Begeisterung gemeinsam. Das ist Volleyball, an diesem 10. Spieltag war es wieder soweit. Gegen den SC Baume und SCC Marzahn IV war von vorherein klar, dies wird wahrscheinlich der schwerste Spieltag der bisher bestritten werden musste.

Doppelt hält besser, deshalb hatten wir uns für dieses Unterfangen gleich zwei (in Zahlen 2) Auswechselspieler eingepackt, leider fehlten Christian (vergnügliche Schnee-Abstinenz) und Heiko (war zwar als Trainer dabei ist aber noch "sprungbehindert"). Die Ausgangslage für diesen Spieltag zeigte den SC Baume punktgleich mit den Netzkloppern auf den Plätzen 3 und 4, den SCC M / IV auf Platz 6. Gleich im ersten Spiel sollte geschiedst werden und es offenbarte sich gleich das die Jungs vom SCC einiges dazu gelernt hatten. Baume und SCC lieferten sich in den ersten beiden Sätzen einen zähen Kampf. Mit 27:25 siegte der SCC im ersten Satz, dann gewann Baume den zweiten Satz mit 26:24 ebenso knapp. Danach brach der Widerstand des SCC allerdings und Baume gewann letztlich mit 3:1 doch recht deutlich.

Was folgte war Aufstiegskampf in die Bezirksklasse. Netzklopper und Baume in einem verbissenen ersten Satz der bis 19:19 sehr ausgeglichen geführt wurde, doch zum Ende verloren wir trotz zweier Auszeiten den Anschluss und mussten uns 22:25 geschlagen geben. Allerdings machte das Spiel Lust auf mehr, schon im ersten Satz zeigte sich das beide Mannschaften sich heute mehr als einen Dreisatz-Ausflug liefern würden und die Halle bebte von dem Krach der doch zahlreichen Zuschauer.
So starteten wir auch hoch motiviert in Satz 2. Schnell führten wir 5:1 und konnten nach kleinerer Schwächephase diesen Vorsprung durch konzentrierte Leistung in allen Mannschaftsteilen noch weiter ausbauen zu einem 25:18 am Ende. Vor allem Steven kraterte über außen einiges ein, aber auch der Block stand gut. Die Annahme verbesserte sich gegenüber dem ersten Satz nocheinmal und die Zuspiele legten den Grundstein für Angriffe über außen von Steven und Falk, sowie über die Mitte von Alex und Marcel. Mit dieser Leistung durfte man zufrieden sein, aber was folgte stimmte nicht gerade fröhlich.
Im dritten Satz machte der Aufgabespieler bei Baume zu Beginn 8 Aufgaben, wie schon richtig vom geneigten Leser vermutet, waren 7 davon Punkte für Baume. Das Annahmespiel in diesem Satz ließ vor allem zu Beginn zu wünschen übrig, doch auch in der Folge konnten die Aufgaben und Angriffe nicht ordentlich angenommen werden, auch der Block schwächelte. Das Ergebnis: 14:25 im dritten Satz, auch wenn es einige längere Ballwechsel gab war dies zu wenig Gegenwehr.
Doch es war noch nicht vorbei. Vom Ehrgeiz gepackt konnten wir nochmal nachlegen und führten nach starkem Auftakt mit 9:4 im vierten Satz. Diesen Vorsprung konnten wir bis zum 14:10 verteidigen als es zu einer Spielunterbrechung durch Aussprache einiger Sanktionen kam. 3 gelbe Karten gegen Baume und damit die Punkte 15, 16 und 17 für uns. Mein Kommentar zum Trainer des SC Baume sollte hier die einzige Bemerkung zu den Geschehnissen bleiben: "Lasst uns doch einfach Volleyball spielen und uns das Spiel nicht dadurch kaputt machen". Wie dem auch sei, Baume von der Rolle und wir am Drücker, mit 25:15 ging der vierte Satz an uns. Ein Lob hier an das Team das trotz der emotionalen Ausbrüche auf der Gegenseite ruhig blieb und den Satz konzentriert nach Hause brachte zum 2:2.
Es ging damit in den Entscheidungssatz und der sollte es wieder in sich haben. Irgendwie waren wir nämlich am Anfang nicht auf dem Feld, anders ist es nicht zu erklären dass wir 3:8 beim Seitenwechsel hinten lagen. Doch dann kam es wieder, dieses einkratern, rumwirbeln, Bälle hochkratzen. Ab und an gibt es diese Zeitpunkte wenn alles funktioniert und man sogar Ballwechsel gewinnt die 3 oder 4 mal über dem Netz hin und her fliegen. Wir jedenfalls glichen zum 10:10 aus und führten sogar 14:13. Dann jedoch beim entscheidenden Punkt wollte es nicht gelingen. Erst ein Angriff von Baume der ins Aus getuscht wurde zum 14:14, dann zwei Annahmefehler zum 14:16.
Ärgerlich nach so einem Spiel, aber irgendwer muss ja leider verlieren. Schade das es nicht ganz gereicht hatte, letztlich waren wir zu spät in diesem Satz aufgewacht und hatten nicht das nötige Glück am Ende unseren Lauf um einen Punkt zu erweitern. Es bleibt anzumerken das sich zwei gleichstarke Teams gegenüberstanden die sich heute alles abverlangt haben. Wenn mal ein Team schwächer war, zog das andere davon. So hätte es wohl weiter gehen können, aber Volleyball dauert eben maximal 5 Sätze. Oder?

Volleyball dauert 5 Sätze. Das passiert beispielsweise wenn man den Sack nicht zumacht. Heute mussten wir das wieder lernen. Das Spiel Netzklopper gegen SCC IV wurde nun mit Sebastian auf Außen bestritten und verlief in den ersten beiden Sätzen zuerst sehr einseitig. 25:19 im ersten Satz für uns, dann eine 20:16 Führung im zweiten Satz. Bis dahin kamen die Angriffe und die Annahme stand einigermaßen sattelfest. Doch dann lief auf einmal nichts mehr. Der SCC drehte auf, variierte immer mehr sein Angriffsspiel und wir bauten deutlich ab. Die Annahme hier ein unrühmliches Beispiel, der SCC machte aus einem 16:20 ein 21:20 bevor wir unsere Auszeit nahmen. Nun durfte Falk für Sebastian rein um irgendwas an unserer Annahme zu schrauben die unterirdisch agierte. Die Aufgabe und der Punkt gingen nach einem langen Ballwechsel, in dem mehrmals Angriffe vom SCC nur knapp vom Boden hochgekratzt wurden, an die Netzklopper und wir konnten sogar zum 22:21 kommen. Es folgte jedoch ein Ballverlust und darauf wehrte jedes Team die Aufgabe des Gegners immer wieder ab. Es stand 23:24, 27:28 und 29:29. Beide Seiten hatten also mehrmals die Chance den Satzball zu verwandeln bevor wir letztlich mit 31:29 gewannen und auch den zweiten Satz für uns verbuchen konnten.
Der SCC IV schien allerdings gerade erst aufgewacht zu sein, während unsere Spieler inzwischen das Fünfsatzspiel gegen Baume in den Knochen spürten. Wir verloren Satz 3 wie schon gegen Baume mit 14:25, was vor allem nun daran lag das der Block sich schlecht auf die Angriffe des SCC einstellen konnte und der Sumpf zog uns noch tiefer. Trotz Anstrengung und Kampf kamen wir auch im vierten Satz kaum heran. Der SCC variierte über Mitte, Außen und Hinterfeld, legte und zeigte sich erstaunlich frisch. Wir reagierten, konnten aber zu selten die Initiative an uns reißen und den Gegner unter Druck setzen. Letztlich ein 19:25 gegen uns, obwohl wir im Satz meist nur 2-3 Punkte hinterher waren und es auch hier wieder zu einigen längeren Ballwechseln kam.
Es ging damit zum zweiten Mal in den fünften Satz für uns, weil wir es nicht vermocht hatten den dritten oder vierten Satz für uns zu entscheiden. Stattdessen ein weiterer Satz auf die Knochen der geschundenen Spieler, aber nun gut, die Niederlage vor Augen mobilisierte jeder noch einmal letzte Reserven. Warum nicht gleich so? Angriff, Annahme und Block liefen wieder, die Aufschlagsfehler waren fast vollständig abgeschaltet. Ein 5:2 Vorsprung zu Beginn konnte über den gesamten Satz verteidigt werden, bei 14:11 die erste Chance den Spielball zum Satz- und Spielerfolg einzulochen, doch es schlug fehl. Allerdings nur dieses eine Mal, mit 15:12 gewannen wir dann doch noch und konnten endlich mit einem langen Volleyballtag abschließen.
Ein Erfolg am Ende eines dieser verrückten Volleyballtage, wenn Zuschauer und Spieler sich für Stunden in den engen und miefigen Räumlichkeiten von Hallen drängen um einer Sucht zu frönen. Und an diesem Spieltag sah man definitiv nicht den schlechtesten Volleyball. Meinen Dank an alle Beteiligten, nur etwas ruhiger könnte es manchmal trotz aller Emotionen zugehen, ansonsten war heute nichts auszusetzen an unserem vorletzten Spieltag dieser Saison. Ein besonderer Dank gilt auch heute den Zuschauern aller Teams, aber vorrangig natürlich an unsere Fans die bestimmt über Nacht rythmisches Klatschen im Ohr haben werden, ihr habt für tolle Stimmung gesorgt und uns in den entscheidenden Sätzen nach vorn getrieben.

Schaut man auf die Tabellensituation, zeigt sich ein recht bekanntes Bild der gleichen vier Teams vorn. Die knappe Niederlage gegen Baume nimmt uns aber die Chance aus eigener Kraft den direkten Aufstieg zu schaffen. Dennoch gibt es theoretische Chancen wenn wir am letzten Spieltag SV Preußen und HAC schlagen sollten. Bis dahin halten wir den dritten Tabellenplatz der zur Relegation berechtigt. Es ist sehr eng dort vorn und es bleibt spannend bis zum letzten Spieltag, dieser wird am 12.3 ausgetragen. Hoffentlich wieder mit einem Team das so kämpft und zusammenhält wie heute, vielleicht auch mit etwas mehr Glück am Ende...

Sätze gespielt: (AA) Steven 10, Sebastian 3, Falk 7 (MB) Falk 1, Marcel 9, Alexander 10 (Z) Tobias 8, Khanh 4, Stefan 8
Funktionen: (C) Falk (T) Heiko (S1/S2/A/AAS) Falk, Stefan, Tobias, Marcel
 
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