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Spieltagsbericht 23.09.06
SV Preußen II - SV BVG 49 - Netzklopper
Zum Herbstanfang tolles Wetter, zumindest bis 14 Uhr konnten das alle einigermaßen genießen, doch dann ging es ab in die Halle in der Seehausener Straße. Da wurden fast alte Erinnerungen lebendig wenn man die Halle mit der alten Schulhalle, welche zugegebener maßen vielleicht sauberer war, vergleichen konnte.
Unsere Gegner an diesem Samstag waren Preußen II und BVG, beide ohne Sieg am ersten Spieltag. Marcel und Heiko hatten reichlich für Anhang gesorgt, auch Daniel hatte große und einen ganz kleinen Fan eingeladen, so gings ins erste Spiel. Wir testeten zum ersten Mal wirklich das 5-1 System im Spielbetrieb und hielten eigentlich die ersten Punkte ganz gut mit. Doch dann suchten sich die Spieler von BVG immer wieder Lücken in unserem Block und schlugen ein. Zugegeben, der Block stand am ganzen Spieltag nicht optimal, die Annahme wackelte auch oft und es zeigte sich das einige Abstimmungsprobleme im neuen System einen kleinen Ausschlag geben können - 20:25 den ersten Satz verloren. Danach ging es in einen sehr engen zweiten Satz, in welchem wir oft Gleichstände verzeichneten, aber wiederrum 21:25 verloren. Erwähnenswert schon in diesem Satz die etwas eigenartigen Entscheidungen des Schiedsrichters, die aber (noch) hinnehmbar waren und auf beide Teams einigermaßen verteilt waren. Es folgte Satz 3 der anfangs sehr ausgeglichen war, dann eine Führung von BVG zeigte und am Ende eine Aufholjagd von uns. Nun sehen wir einmal von allen anderen Entscheidungen des Schiedsgerichtes ab, welche in diesem Satz aber vor allem uns zu Lasten gingen und kommen zu den letzten Punkten. Wir hatten uns heran gekämpft und ein Ball wird zurück ins Spiel geholt, dabei tritt der Zuspieler auf der II über die Mittellinie, von der ganzen Bank samt Zuschaueranhang deutlich außerhalb des Feldes gesehen, doch der 2. Schiri gibt übertreten. Trotz kurzer Aufregung spielen wir weiter und es steht bald 24:24. BVG schafft es einen Ball einzuschlagen und hat damit Satz- und Matchpoint, es steht 24:25 und wir nehmen an, und ein Angreifer schlägt durch den Block, welcher jedoch eindeutig zu sehen und zu hören, den Ball berührt und vor allem abfälscht. Der Ball geht auf oder knapp hinter die Grundlinie. Der Schiedsrichter zeigt erst gar nichts an, dann sagt er gar Aus. Eine Entscheidung der Linienrichter wird nicht angezeigt, auf die Fragen aus dem Feld wird nicht reagiert, das Spiel wird ohne weitere Diskussion abgebrochen und durch diesen Punkt entschieden. Sowohl auf dem Feld durch Daniel in Funktion des Trainers als auch von der Bank mit Heiko (Kapitän), Khanh, Christian und Falk kommt die Ansage Protest gegen diese Schiedsrichterleistung einlegen zu wollen. Danach gibt es wiedermal reichlich Diskussionen, unseren Protest auf dem Spielberichtsbogen mit dem Wunsch das Spiel zu wiederholen und dem Eintrag von BVG das aus ihrer Sicht "gleichverteilt" geschiedst worden wäre. Nunja, darüber lässt sich streiten. Unschön allgemein das es solchen Ärger gibt, aber irgendwo auch nicht verständlich wie in der Bezirksklasse so gepfiffen werden kann. Vielleicht nur ein schlechter Tag, vielleicht weil der Schiedsrichter noch recht jung war, aber - zumindest aus unserer Sicht - keine akzeptable Leistung und vor allem am Ende spielentscheidend.
Fest steht jedoch, das 5-1 System ging jeden Satz besser, am Ende war BVG sogar packbar, wäre der dritte Satz dann nicht so abrupt beendet worden, wäre vielleicht noch insgesamt mehr gegangen. Bis dahin muss man natürlich sagen das der Gegner mehr vom Spiel hatte.
Es folgte unser Schiedsgericht, das erstaunlicher weise ohne Probleme ablief und ohne jegliche Diskussion. BVG besiegte Preußen ziemlich klar mit 3:0 und gewann auch alle Sätze, bis auf den zweiten, recht deutlich. Am Ende entschuldigte sich das Schiedsgericht für genau einen Fehler bei BVG - da eine erste Annahme wegen Unsauberheit abgepfiffen worden war -, ansonsten lief alles reibungslos.
Im dritten Spiel des Tages, ging es gegen Preußen. Der Aufwärtstrend mit dem neuen System hielt an, ein knapper 25:23 Erfolg kam zustande. Auch hier wieder eine Schiedsrichter Entscheidung die keiner verstehen konnte. Wenn der Mittelblocker einen Ball aus dem Netz nach oben baggert(!) gehobenen Ball zu pfeifen, ist schon etwas eigenartig. Das ein Linienrichter trotz Hinweis des Kapitäns von Preußen weiterhin Zeitung liest, bedarf keiner weiteren Äußerung mehr. Aber verlieren wir keine Worte über die Schiedsrichterleistung mehr, sie war ansonsten recht kompakt und wesentlich stärker als in unserem ersten Spiel und hatte keinen Einfluß auf den Spielausgang. Immerhin siegten wir 25:23 im ersten Satz, gewannen dann auch den zweiten Satz mit 25:18 und konnten mit dritten Satz das Spiel mit 3:0 durch ein 25:17 einfahren und Preußen als Mitaufsteiger damit in die Schranken verweisen. Eine Teamleistung die sich alle erkämpft haben und die am Ende für die saftige Niederlage im ersten Spiel entschädigte.
Fazit: Neues Spielsystem eingeführt, der gesamte Kader von 10 Mann war an Bord (dickes Lob), Schiedsrichterleistungen erfordern auch in der Bezirksklasse sehr viel Geduld und führen regelmässig zu Ärger für die Mannschaften und am Ende für den Staffelleiter der sich den Schrutz ansehen muss, dabei könnte alles so einfach sein. Unsere Leistung hat dennoch nicht gereicht BVG zu schlagen, Preußen war dagegen chancenlos und wurde immer deprimierter. Der Block, zu lasche Angriffe und eine vor allem in Spiel 1 und Satz 1 des 2. Spiels wacklige Annahme, müssen heute vor allem moniert werden. Teilweise war es ein wenig zu leise auf dem Feld, ansonsten war die Stimmung in Ordnung, der Zusammenhalt und der Kampfeswille des Teams allemal. Die Anfeuerung von draußen war toll, danke an alle Zuschauer die auf unserer Seite waren, gesungen, gebrüllt, gestampft und geklatscht haben, selbst wenn es manchmal grausig aussah was auf den 81 m² unserer Spielhälfte geschah. Am Ende noch eins: Wir spielen alle aus Spaß Volleyball, es ist abträglich wenn jeder gerade zum Spieltag seinen Adrenalinhaushalt hochfährt und auf Stänkerkurs geht. Vielleicht liegt es ja auch an uns, aber ich denke irgendwo ist ein Punkt wo man gegen Endscheidungen protestieren muss die eine Mannschaft benachteiligen. Wenn alle sich voll konzentrieren würden, wäre alles wesentlich einfacher, zwar ist ein Schiedsrichter auch nur ein Mensch der Fehler macht, doch er kann zumindest versuchen soviel wie möglich zu sehen oder zu sehen das er seine Fehler gerecht verteilt ohne das Spiel damit endgültig aus der Bahn zu werfen. Wie dem auch sei, aus dem Kopf und aus dem Sinn, der nächste Spieltag hat es in sich und fordert unsere ganze Konzentration. Bis dahin, Sport frei.
Unser Team: Alexander, Christian, Daniel, Falk, Heiko, Khanh, Marcel, Stefan, Steven, Tobias (alle wurden eingesetzt)
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