Sektion: Turnierberichte des Netzklopper e.V.
     
  .: Bericht 1. Mai Traditionsturnier Perleberg  
 

5:45, ein penetrantes Geräusch dringt durch die Schwärze langsam in den Kopf ein, welcher schwer auf dem Kissen lastet. Radiowecker nennt sich das verfluchte Gerät das so früh am Tage, nein was sage ich da, in der Nacht stört. 1. Mai, das ist doch ein Feiertag oder? Langsam dringt neben dem Unmut ein fürchterlicher Gedanke an die Oberfläche des Bewusstseins: Tatsächlich, der Wecker klingelt nicht ohne Grund, es geht zum Volleyball.

Nach einer fast ereignislosen getrennten Fahrt Richtung brandenburgischer Landesgrenze nach Perleberg, trudelten wir gleichzeitig mit beiden Fahrzeugen gegen halb 9 an der Halle ein. Diese lag auf einem sehr ansehnlichen Gelände, sieht man einmal von ein paar Barracken gegenüber ab. Nach der morgentlichen Begrüßung untereinander und einiger anderer Sportsfreunde, donnerte Ecki mit einem gewaltigen Vehicle auf den Parkplatz und setzte die ersten Volleyball-Asse von SGB ab, die kurz darauf durch Dieter ergänzt wurden, nur Olaf hatte scheinbar selbst kurz vor 9 den Weg zur Halle nicht gefunden.

Es ging dann gemächlich zum Umziehen und danach zur Begrüßung auf der uns mitgeteilt wurde das 7 Teams teilnehmen würden die jeder gegen jeden bei jeweils zwei Sätzen bis maximal 25 Punkte spielen würden. Nach dieser freundlichen Einleitung am Tag der Arbeit, konnte es schon wenig später mit dem Volleyball spielen beginnen. Dabei durften wir gleich gegen das Altherren - Team von Blau Weiss Perleberg ran. Noch etwas verschlafen begannen beide Teams, doch waren wir deutlich im Vorteil und konnten uns schon bald klar absetzen. Nachdem wir langsam aufwachten, gewannen wir nach dem ersten Satz auch den zweiten deutlich.


Andreas beim setzen der ersten Duftmarke


Da auf allen drei Feldern dieser ansehnlichen Sporthalle gespielt wurde, stellte das siebente Team jeweils den Schiedsrichter auf allen Feldern. Erraten, wir durften die zweite Runde schiedsen. Dabei kam ich in den Genuss SGB gegen den Ausrichter (mit dem Team "Volljugend") zu pfeifen. Nachdem SGB im ersten Spiel gegen Karstädt ein 1:1 erzielt hatte, ging dieses Spiel recht deutlich mit einem Sieg für sie aus. Unrühmlicher Höhepunkt war ein Umknicken eines Spielers auf Seiten der Volljugend im zweiten Satz, der danach prompt zum Einbahnstraßen-Volleyball wurde.

In der dritten Runde ging es dann zum heiß erwarteten Duell der Berliner in Perleberg, Netzklopper gegen SGB. Natürlich schon eine Begegnung mit Kultstatus *g*
Die Spielgemeinschaft erwischte jedoch den besseren Start und konnte ihren Mitte des Spieles herausgespielten Vorsprung bis zum 25:22 Satzerfolg halten. Im zweiten Satz lief es genau umgedreht, die Netzkloppenden dominierten nun das Spiel und siegten dann doch recht deutlich mit 25:18. Also 1:1, damit konnte trotz allem Ehrgeizes jeder leben. Ein Blick auf die Spielergebnisse zeigte zudem das damit noch einige Mannschaften vorne eng beieinander lagen.


Leo versucht durch den Block von Andi und Alex zu kommen


Der zweite Satz lief für uns besser


Matze (?) schlägt am Block von Steven und Falk vorbei


Nach einer Spielpause ging es dann zur vierten Runde, für uns gegen Pritzwalk. Das Team bestand unter anderem aus einem fülligen aber sehr gewandten Steller mit gewaltiger Volleyballerfahrung, einem großen Mittelblocker und einem sehr sprungstarken Angreifer. Kein leichtes Spiel dachten wir uns. Engagiert ging es in den ersten Satz, doch oh Wunder, es lief fast zu gut. Der Mittelblocker war glücklicherweise nicht überzeugend im Angriff und Leger und gepritschte Attacken des Stellers vereitelte unsere Annahme. Lediglich der "Spielmacher", da Nr. 10 tragende Angreifer konnte uns gefährlich werden. Doch wir siegten im ersten Satz deutlich. In Satz zwei wurde es nochmal spannender, am Ende ging der Sieg jedoch an uns.

Im nächsten Spiel hieß der Gegner Karstädt und wir waren gewarnt, denn diese hatten zu Beginn SGB einen Satz abgeluchst. Allerdings kamen wir gut ins Spiel und konnten den ersten Satz für uns entscheiden. Im zweiten Satz funktionierte das nicht mehr. Lange gab es Gleichstände, bis Karstädt am Ende gar davon zog und 25:21 gewann. Dieter (SGB) war bei diesem Spiel Schiedsrichter, ein Indiz das fair gepfiffen wurde (oder unser Bestechungsgeld zu niedrig ausfiel).


Das Spiel gegen Karstädt, Andi versucht über den Block zu spielen


Angriff von Karstädt


Nun waren wir im Zugzwang um noch eine Chance auf die vorderen Positionen zu haben und gingen motiviert in unser vorletztes Spiel gegen Volljugend. Das Team war inzwischen wieder vollständig und lieferte ein gutes Spiel gegen uns ab. Aber sie liefen in jedem Satz letztlich einem zehn Punkte Rückstand hinterher und wir konnten einen weiteren Sieg verbuchen. Karstädt hatte derweil überraschend auch gegen das bis dahin führende Team "Ostblock" 1:1 gespielt. Damit kam es in der letzten Runde zum Endspiel zwischen uns und Ostblock bei Punktgleichstand, aber besserer kleiner Punktedifferenz von uns. Ein 1:1 würde uns gegen den Vorjahressieger genügen um den Turniersieg zu sichern.
Das Spiel begann sehr ausgeglichen und wurde im ersten Satz zu einem dauerhaften Kopf-an-Kopf Rennen. Trotz dem Relegationsturnier am Vortag mobilisierten wir nochmal was ging, verloren aber unglücklich 23:25 im ersten Satz.


Die Annahme stand im Laufe des Turniers immer besser


Heiko macht mit Sprungaufgaben Druck


Schlechter als zu Beginn des ersten Satzes begann es in Satz 2. Ein fünf Punkte Vorsprung zu Beginn wurde zu einer echten Hürde. Während nun die restlichen Spiele schon beendet waren, konnten wir uns am Ende des Spieles vor den Augen unserer hart anfeuernden Bank und den anderen Spielern und Zuschauern noch einmal herankämpfen. Die Annahme holte auf beiden Seiten viele Bälle die schon fast am Boden zu seien schienen, Oftmals wurde 3-4 mal angegriffen bis ein Punkt gemacht wurde. Dennoch reichte es am Ende nur zum 22:25. Die zweite Endspiel Niederlage in zwei Tagen und wieder denkbar knapp. Dennoch galt der Glückwunsch dem Gegner.

Nach einer kurzen Pause kam es dann zur Siegerehrung, höflicher Applaus begleitete die hinteren Teams beim Erhalt ihrer Urkunden. Es war nun relativ eng geworden im Mittelfeld des Abschlussrankings durch unsere knappe Niederlage. Drei Teams wurden mit 8:4 Punkten geführt, davon SGB als Vierter mit dem schlechtesten kleine Punkte Verhältnis, dann Karstädt ein bisschen überraschend als Dritter und wir als Zweiter. Sekt, Urkunde und Silberpokal (s.l.) gab es dafür und auch ein bissel Lob für den harten Kampf im letztem Spiel. Ostblock wurde mit 10:2 Punkten dann erneut Turniersieger und holte sich den verdienten Beifall ab. Wir setzten die Tradition von SGB mit zweiten Plätzen fort und verabschiedeten uns dann von den anderen Teams. Während die SGB'ler nach einigen Gesprächen dann doch schon abfuhren, besprachen wir noch ein paar Dinge in geselliger Runde an den Fahrzeugen, zwischendurch auch mit einem der Endspielgegner von Ostblock, um dann auch gen Berlin aufzubrechen. Gegen 20:15, also knapp vierzehn einhalb Stunden nach dem unsanften Erwachen, war der Ausflug nach Perleberg durch die Ankunft zuhause dann wieder beendet. Im Gepäck allerhand Stinkeklamotten, ein paar neue Erfahrungen und genug Müdigkeit sich den Abend nicht allzu lang werden zu lassen. So endete der 1. Mai recht beschaulich für die meisten von uns, bis zum nächsten Mal.


Alex, Daniel und Khanh auf der Bank


Unser Team: Alexander, Andreas, Daniel, Falk, Heiko, Khanh, Stefan, Steven, Tobias

- Zu der Bildergalerie vom Turnier -
 
zurück zu Turniere & Events
© by F. Lehmann & Netzklopper e.V. | 2006